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Eine andere Art Freiheit

22 Feb, 2019 :: Lirquén, Chile


Frauen in einem Gefängnis in der Region Concepcion bekamen Besuche von Schiffsmitarbeitern von der Logos Hope.

Mitglieder einer Gemeinde unweit der Schiffsanlegestelle besuchen das Frauengefängnis jede Woche. Josue Tardon, dessen Vater – ein Bischof – sich schon seit 30 Jahren um die Häftlinge kümmert, erklärte, dass die Frauen den Besuch der Mannschaftsmitglieder schätzten, weil er sie für eine Weile ihre Abgeschiedenheit vergessen ließ.

Bianca Kotzé aus Südafrika beschrieb, wie das Schiffsteam vor dem Einsatz Widerstand und Widerwillen empfand. „Wir hatten dieses Bauchgefühl und fragten uns, ob das Anfechtung ist. Wir fühlten uns entmutigt und keiner von uns wollte sein Zeugnis geben, so dachten wir, dass vielleicht die Gemeindemitglieder das Programm gestalten sollten. Dann beteten wir und stellten fest, dass Gott uns hergebracht und eine Botschaft gegeben hat.“ Sie ergänzte: „Die Häftlinge brauchen das Evangelium. Wir sollen durchhalten, auch wenn das dem Teufel nicht gefällt.“

Das Team sang gemeinsam mit den Frauen Loblieder und Bianca berichtete, wie sie allmählich Frieden bekamen, als eine aus ihrem Team ihre Geschichte erzählte. Sie erläuterte, wie sie in Sünde gelebt hatte, wie Gott ihr vergeben hat und dass keine Sünde so groß ist, dass Gott sie nicht vergeben kann. Ein paar der Häftlinge stand auf und ging hinaus, aber die meisten die blieben, waren zu Tränen gerührt und hörten zu. „Sie waren dankbar“, sagte Josue. „Die Erfahrung hat ihnen geholfen – das war positiv für sie.“

Die Frauen kamen später nach vorne, und ließen das Team für sie beten und für die Babys, die mit ihren Müttern bis zu ihrem zweiten Geburtstag im Gefängnis sind. „Eine Frau war erschüttert“, berichtete Bianca. „Sie stand etwas abseits und ich legte ihr die Hand auf den Rücken und je länger wir beteten, desto näher kam sie. Sie taute allmählich auf. Ich habe sie umarmt und da begann sie zu weinen. Allein schon, dass ich für sie da sein und sie durch die Umarmung unterstützen konnte, war das alles wert.

Josue erinnerte das Team an den Bibelvers, der uns auffordert, dass wir diejenigen nicht vergessen sollen, die misshandelt werden, arm sind oder von der Gesellschaft verurteilt werden. Er gratulierte den Schiffsmitarbeitern dazu, dass sie sich wie die ersten Christen um die Bedürftigen und Ausgestoßenen kümmern. „Selbst im härtesten Gefängnis“, sagte er, „strahlt das Licht der Hoffnung aus der frohen Botschaft immer hell.“