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Ewige Freiheit

20 May, 2019 :: Montevideo, Uruguay


Das nicht-technische Personal der Logos Hope macht während der jährlichen Wartungsphase für das Schiff an Land verschiedene Einsätze mit.

Das ist der Bericht einer Mitarbeiterin, die sich einem Gefängniseinsatz im Vorfeld nicht gewachsen fühlte, sich aber für die richtigen Worte auf Gott verließ. Schani Wong aus der Region Ostasien/Pazifik erzählt, wie Gott ihr ein eindrucksvolles Bild für Freiheit schenkte für einen Ort, an dem dafür großer Bedarf war.

Ich war nervös, als der Pastor der Gemeinde, mit der wir zusammenarbeiteten, uns mit ins Frauengefängnis nahm. Als sie hörten, dass wir kommen, wurden die Häftlinge sehr laut. Ich sagte meinem Team, dass ich mich dem nicht gewachsen fühlte. Gegen Ende des Programmes warf mich der Leiter ins kalte Wasser und bat mich, das Evangelium anhand eines Papierkreuzes zu erklärten. Ich zögerte, nahm dann ein Blatt Papier, und während ich es faltete und riss, erklärte ich, wie Gott unser Leben retten möchte.

Dann gab es einen Zwischenfall. Alle lärmten und schauten aus dem Fenster. Wir sahen, dass zwei junge Frauen gerade aus dem Gefängnis entlassen wurden. Die Häftlinge im Raum verloren die Kontrolle und keiner hörte mehr zu. Ich hörte auf zu reden, weil ich nicht wusste, wie ich weitermachen und die Frauen wieder zum Zuhören bringen sollte. Dann betete ich und bat Gott um Hilfe.

Als sich der Tumult legte, hatte mir Gott etwas aufs Herz gelegt und ich sagte den Frauen: „Ich sehe, wie glücklich ihr seid, wie ihr euch mit euren Freundinnen mitfreut, die entlassen werden und ihre Freiheit wiedererlangen. Ich weiß, wie sehr ihr euch auf eure eigene Freilassung freut.“ Ein paar der Frauen begannen zu weinen.

Aber ich sagte: „Diese Freiheit und dieses Glück sind zeitlich begrenzt. Es gibt nur ein Glück, das für immer bleibt, und das ist die wahre Freiheit, die du ewig genießen kannst. Du findest sie in Jesus Christus. Ich sagte ihnen, sie sollten nicht aufgeben, und dass es o.k. ist, wenn man eine Vergangenheit hat, für die man sich schämt, weil in Christus alles neu ist und wir in ihm neue Hoffnung haben können. Inzwischen waren die meisten in Tränen.

Der Pastor, der uns in das Gefängnis gebracht hatte, beendete das Programm und lud die Häftlinge dazu ein, dass sie mit ihm beten, ihre Sünde bekennen und das Heil annehmen, das Jesus ihnen anbietet. Sie weinten und beteten ganz aufrichtig. Ich konnte sehen, dass Gott tatsächlich am Werk war: in ihnen und durch uns. Das war ein unglaublicher Moment, in dem ich erlebte, dass Gott durch mich redet, wenn ich nicht weiter weiß. Ich danke Gott für die Menschen, die sich an diesem Tag für ihn entschieden.